Über BLACK FOREST GINGER


Am Anfang stand eine Geburtstagsparty und der Lieblingsdrink des Gastgebers: Moscow Mule. Der dafür wichtige Wodka war schnell besorgt, beim ebenfalls benötigten Ginger Beer wurde es dann schon eng. Denn anders als etwa in Großbritannien war Deutschland damals, Ende 2013, ein echtes Entwicklungsland in Sachen Ginger Beer.

Zwar fand man dann nach kurzer Recherche doch noch eine Kiste eines deutschen Ginger Beer, so richtig lecker war dieses Getränk jedoch nicht. Beim Öffnen der Flasche entströmte ihr ein zarter Duft nach Allzweckreiniger. Und der erste Schluck offenbarte auch einen synthetischen Geschmack.

Die Frage „Wo versteckt sich hier der Ingwer?“ beantwortete das Etikett. Irgendwo zwischen Extrakten und Aromen, die Rezeptur war ebenso wenig natürlich wie der Geschmack.

„Das können wir besser.“ Aus der Suche nach dem Ingwer wurde eine Idee, aus der Idee ein Plan: eine authentische Ingwerlimonade mit dem Geschmack eines traditionellen und handwerklich hergestellten Ginger Beer zu kreieren. Aus dem Schwarzwald. Für Deutschland und den internationalen Markt. Natürlich, ehrlich, rein und frisch. In Bio-Qualität, aber ohne Bio-Preis. Das geht sicher auch einfacher. Aber eben nicht unbedingt besser.

Zusammen mit einem benachbarten Winzer – dieser hatte bereits Erfahrung mit einem Ingwer-Wein-Mischgetränk gesammelt – machte sich das künftige Black-Forest-Ginger-Team dann in vielen nächtlichen Stunden auf die Suche nach dem wahren Ingwergeschmack. Mit Reagenzglas, Pipette, Wasser, Zucker und Limette. Abend für Abend. Mischen, Probieren, Diskutieren. Bis zur Zwangspause wegen Aufgabe der Geschmacksnerven.

Dann endlich war es so weit: Das richtige Mischungsverhältnis war gefunden. Verhandlungen mit Lieferanten wurden geführt und abgeschlossen, die Testproduktion und Abfüllung konnte beginnen. Dabei wurde das Getränk mit einer besonders feinperligen Winzerkohlensäure versetzt. Nach ein paar Wochen Reifezeit in der Flasche der große Augenblick: Die Süße war zurückhaltend und perfekt, die Säure ebenso und der Ingwer brachte eine dezente Schärfe am hinteren Gaumen. Moment mal … dezente Schärfe? Bei einem Ginger Beer? Das muss doch eigentlich ordentlich „brennen“. 2.000 Flaschen waren mit viel Herzblut abgefüllt und das ganze Team stand vor der Frage: „Haben wir einen Fehler gemacht?“ War doch zu wenig Ingwersaft in der Mischung?

Rund 200 Testpersonen gaben dann schnell Entwarnung. „Total lecker“, „Bekomme ich noch eine?“ und „Kein Ginger Beer, aber total erfrischend“ – Kommentare wie diese überzeugten das Team, aus einem Produkt zwei zu machen. Black Forest Ginger Lemonade war geboren.

Ein klassisch-kräftiges Ginger Beer sollte es trotzdem geben. Black Forest Ginger Intense, mit einem Plus an Ingwersaft und somit schärfer, sollte künftig all diejenigen ansprechen, die sich ein echtes Ginger Beer, zum Beispiel als Filler für Moscow Mule oder Dark and Stormy, wünschen.

Nicht nur der Ingwer wurde gefunden, sondern auch der richtige Geschmack. Und so nahm die kleine, aber feine Erfolgsstory ihren Lauf …

Kuckucksuhren und Schinken, Bollenhut und dreistöckige Kirschtorte – kaum eine deutsche Region ist weltweit so klischeebeladen wie der Schwarzwald. Erstmals im Jahr 868 als „Svarzwald“ urkundlich erwähnt, stand das Gebiet lange Zeit für tiefe Schluchten ohne Sonnenlicht und einen fast undurchdringlichen Urwald, in den sich nur wenige Menschen hineintrauten.

Die Einheimischen lebten von harter und ehrlicher Arbeit – zum Beispiel als Waldbauern und Holzfäller, Flößer oder im Erzbergbau. Erst als Mitte des 18. Jahrhunderts die ersten Touristen mit einer neuen Postkutschenlinie in den Schwarzwald kamen, wurde die Region weltberühmt. Denn schon damals wusste man die klare Luft und die bis heute erhalten gebliebene großartige Naturlandschaft zu schätzen.

Vom Feldberg, dem höchsten Berg Baden-Württembergs (1.493 Meter), kann man bei gutem Wetter bis zu den Alpen schauen; im Winter wird das Gebiet rund um den Feldberg zum Eldorado für Skifahrer, Rodler und Snowboarder. Im Sommer begeistern über 20.000 Kilometer Wanderweg immer mehr auch junge Menschen.

Apropos Begeisterung: Feinschmecker aus aller Welt finden in den vielen hervorragenden Sternerestaurants, zum Beispiel in Baiersbronn, kulinarische Highlights der Spitzenküche. In vielen rustikalen Landgasthäusern und Weinwirtschaften wird eine liebevolle und vor allen Dingen ehrliche Küche geboten, die Traditionen aufrechterhält und sich trotzdem immer wieder neu erfindet. Ohnehin haben viele Traditionen des Schwarzwalds scheinbar mühelos den Sprung in die Gegenwart geschafft.

Unverkrampft, kreativ und trotzdem echt. Wie die Menschen, die hier leben. Das selbstbewusste Tragen der Trachten gehört ebenso dazu wie die Liebe zu altem Handwerk. Das Leben hier ist ehrlich; aufgesetzt werden hier höchstens die Bollenhüte. Dann aber mit viel Stolz. Aber das ist eine andere Geschichte …